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Der Zauber dieser Stadt besteht
darin, daß sie ihre Altstadt vollständig bewahrt hat. Diese Altstadt
besteht eigentlich nur aus zwei parallelen Straßenzügen entlang der
Lemene. Die
Häuser und Paläste dieser Straßen haben
jeweils zwei Eingänge. Einen an der Straßenseite, den anderen am Fluß -
wie ein kleines Venedig.
Die Stadt war einst von einem Mauergürtel mit fünf Stadttoren umgeben, von
denen noch drei erhalten sind. (San
Gottardo,
Sant’Agnese
und
San Giovanni)
Am besten betritt man die Stadt durch das
San Giovanni-Tor. In seiner Nähe befindet sich auch ein Parkplatz, wo man
das Auto stehen lassen kann. Der
belebte Corso Martiri gibt in einer
langgestreckten Kurve allmählich den Blick frei auf das sich erweiternde,
großartige Herz der Stadt.
Eine hohe Säule mit dem Löwen von San Marco geht dem Platz der Republik (
Blick:
Tagsüber, bei
Sonnenuntergang,
Abends) voraus,
der von dem außergewöhnlichen Rathaus -dem Municipio-,
einzigartig in seinen gotischen Formen, beherrscht wird. Es ist das
Wahrzeichen der Stadt, zusammen mit dem sich linker Hand des Rathauses
befindlichen
Kranich-Brunnen (1494 von Giovanni
Antonio Pilacorte) und den Mühlen.
Einen besonders aufmerksamen Rundgang verdient der
Dom zum Hl. Andreas aufgrund seiner Kunstwerke. Danach nimmt
man die kleine Gasse rechts vom Rathaus, um zum alten Fischmarkt zu
gelangen, wo sich das der Madonna geweihte
Oratorium befindet.
Von der nahegelegenen Brücke hat man einen herrlichen Blick auf den schiefen Campanile, auf die Apsis des Domes, auf die
Taufkapelle und auf die alten
Mühlen der Lemene, dem Sitz der
Stadtgalerie für zeitgenössische Kunst. Zurückgekehrt auf den
Corso Martiri kann
man eine Reihe von eindrucksvollen Palästen des 15.Jh. im sog. venezianisch-gotischen Stil
bewundern.
Das
San Gottardo-Tor schließt die Via Martiri ab. Halten Sie sich
links und überqueren Sie die Lemene. (Blick:
Brücke der Via Abbazia, Büste des Ippolito Nievo und Putten aus dem nach Nievo benannten kleinen Park.)
Nach ein paar Schritten erscheint auf der rechten Straßenseite die
Villa Comunale, ein schöner Palast aus dem 16.Jh., u. a. Sitz der Bibliothek
und des
Paläontologischen Museums “M.Gortani”
mit einem großen Park, an dessen Rückseite sich ein Autoparkplatz
befindet. Noch ein paar Meter und links kommt das National-Museum von
Concordia -MuseoNazionale
Concordiese-, für das Sie sich unbedingt
Zeit für einen ausgiebigen Besuch nehmen sollten.
Nach der
Kirche zum Hl.Ludwig im romanischen Stil folgen Sie dem langen
neuklassischen Laubengang des Collegiums
Marconi,
bis sich vor Ihnen die breite und ernste Via Cavour öffnet. Auf beiden
Seiten erstrecken sich schöne Paläste in gotischer Renaissance.
Sie verlassen die Altstadt durch das
Tor von Sant’Agnese, dem Sitz des
Stadtmuseums -Museo della città-,
um zur
gleichnamigen Kirche aus dem 14.Jh. zu gelangen, die
sich über der Kreuzung befindet. Ganz in der Nähe dieser Kirche befindet
sich das kleine, kostbare Oratorium der Visitazione mit einem schönen,
religiösen Freskenzyklus aus dem 16.Jh.
Auf dem Rückweg zu Ihrem Auto werfen Sie noch einen Blick in die
Kirche von San Giovanni, um deren schönen Flügelaltar
von Leandro Bassano zu betrachten. |